Kryptographie

Haben Sie schon ein Mal den Film "Sakrileg" gesehen oder das Buch dazu gelesen? Dann kennen Sie sich schon beinahe gut aus mit Kryptographie, denn darunter versteht man nichts anderes als die Wissenschaft, die bei Verschlüsselungen angewendet wird. Anwendung findet Kryptographie deshalb oftmals auch in Geheimdiensten. Aber wie genau funktioniert das nun mit der Verschlüsselung?

Ein einführendes Beispiel dafür kommt von Bruce Schneier: Wenn Ihnen ein Dokument oder auch viel Geld wichtig ist und Sie dies vor Eindringlingen schützen möchten, so legen sie dieses in einen Safe, der nur mit einer bestimmten Zahlenkombination geöffnet werden kann. Für diesen Safe gibt es nun über hundert Möglichkeiten, die von Ihnen bestimmte Zahlenkombination durch Erraten herauszubekommen, was es für den Eindringling fast unmöglich macht, die richtige Kombination zu erraten. Der Safe ist also relativ sicher.

Dieses Beispiel lässt sich jetzt also auch auf die Kryptographie anwenden, wobei der Safe ein Verschlüsselungs-Verfahren und die Zahlenkombination den Schlüssel darstellt. Das Verfahren ist dabei immer bekannt, der Schlüssel ist dagegen geheim, wenn es sich um ein sicheres Verfahren handelt. Die Schwierigkeit besteht nun immer darin, ein geeignetes Verfahren zu erreichen. Außerdem ist ein Verfahren nur dann sicher, wenn auch der Schlüssel als sicher angenommen werden kann. Handelt es sich in dem Beispiel um eine zwei- oder gar nur einstellige Zahlenkombination, so ist es nicht allzu schwer für den Eindringling, diese Kombination zu erraten.

Allerdings ist zu beachten, dass es derzeit in der Kryptographie nur ein Verfahren, das so genannte One-Time-Pad, gibt, das nicht zu knacken ist. Trotzdem gelten auch andere Verfahren als sicher, da die Zeit, die jemand brauchen würde, um es zu knacken, so groß ist, dass sie vernachlässigbar ist. Auch in dem Safe-Beispiel kann das Verfahren irgendwann geknackt werden, wenn einfach jeder Schlüssel, also jede mögliche Zahlenkombination, ausprobiert werden würde, denn irgendwann ist auch die richtige dabei. Allerdings würde es so viel Zeit in Anspruch nehmen, dass es in der Realität kaum zu schaffen ist.